Warum Krafttraining ?

Viele Jahre habe ich mich vor allem mit dem beschäftigt, was im Inneren geschieht: Gedanken, Gefühle, Stress, Achtsamkeit, Meditation und die Welt unserer inneren Anteile.

Aber auch Krafttraining gehört zu meinem Leben.

Nicht, weil ich besonders sportlich sein möchte.

Sondern weil es mir hilft, meinen Körper wieder besser zu spüren.

Nach meiner letzten Rückenoperation wurde mir noch einmal deutlich, wie kostbar Beweglichkeit, Gleichgewicht und Kraft sind. Vieles, was früher selbstverständlich war, war plötzlich nicht mehr selbstverständlich.

Beim Krafttraining geht es für mich deshalb nicht in erster Linie um Gewichte oder Leistung. Es geht darum, mit meinem Körper in Kontakt zu bleiben.

Wenn ich trainiere, nehme ich wahr:

Wie stehe ich gerade?

Wie fühlt sich mein Rücken an?

Wo halte ich Spannung fest?

Wie ruhig oder unruhig ist mein Atem?

Wo liegen meine Grenzen – und was ist heute möglich?

Solche Fragen lassen sich nicht mit dem Kopf beantworten. Sie brauchen Aufmerksamkeit für den Körper.

In meiner Arbeit begegnen mir viele Menschen, die gelernt haben, stark zu sein, durchzuhalten und zu funktionieren. Oft fällt es ihnen schwerer zu spüren, was sie eigentlich brauchen.

Auch deshalb schätze ich Krafttraining; Es bringt mich immer wieder aus dem Denken ins Wahrnehmen.

Der Körper wird dabei nicht zum Objekt, das optimiert werden muss. Er wird zum Gesprächspartner!

Je besser ich ihn wahrnehme, desto eher merke ich, was mir guttut, was mich überfordert und was ich gerade brauche.

Krafttraining ist für mich deshalb nicht nur Muskelarbeit.Es ist auch Wahrnehmungstraining. 🌿